188 le, wie mich der alte Graf F** heute nann⸗ te?“—
„Vergieb mir, meine ſuͤße, gute Pauline!“ — bat ich aufrichtigen Herzens und ohne den mindeſten Verdruß uͤber alle die Stichelworte, die ſie auf mich hatte hageln laſſen,— denn ſie waren alle in einem ſcherzhaften, heitern Tone geſagt worden, in welchem ich einen ho⸗ hen Grad von Guͤte und Zuneigung fuͤr mich verborgen glaubte. Ich kurzſichtige Thoͤrin!
Mit der Beſchreibung des uͤbrigen Theils vom Balle verſchone ich Dich. Was ich Dir aber geſtehen muß, iſt das:— daß ich noch einmal ſo eitel, zweimal ſo muthig in Gefahren, dreimal ſo ſchlau und klug und tauſendmal ſo gluͤcklich den Ball verließ, als ich ihn betreten hatte. Otto hatte nur wenig mit mir geſpro⸗ chen; aber deſto mehr hatten wir Blicke gewech⸗ ſelt, ſo oft dieß unbemerkt hatte geſchehen koͤn⸗ nen. Er hatte jetzt einen ganz andern Aus⸗ druck, als fruͤher. Er war bei weitem nicht mehr ſo froͤhlich und ſorgenlos, wie vordem; eine wehmuͤthige, duͤſtere Wolke ſchwebte dann und wann auf ſeiner Stirn, und in ſeinem


