Teil eines Werkes 
1. Th. (1839)
Entstehung
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engeſtalt zu ſehen, welches in den zwanzig Jah⸗ ren, waͤhrend welcher Du die Graͤfin Aline nicht geſehen hatteſt, nach meiner Meinung zu einem Ideal alles Schoͤnen und Herrlichen geworden ſein mußte. Ich war noch ſo uner⸗ fahren, daß ich nicht begriff, wie eine Tante in den Augen eines ſechzehnjaͤhrigen Maͤdchens faſt unmoͤglich eine Huldin oder Grazie ſein kann. Ich ſtand mit einer Erwartung da, als ſollte ſich der Olymp oͤffnen und die ganze Schaar ſeiner goͤttlichen Bewohner in Tante Alinens Perſon vereint herniederſteigen. Die Wagenthuͤr ſah ich wie die Pforte des Him⸗ mels an. Ich zitterte vor Sehnſucht! Da oͤffnete ſich die Wagenthuͤr. Eine Kammer⸗ jungfer, die alte Annette, mit einem riſenhaf⸗ ten Reiſeſack und einer Reiſeapotheke, mit kupf⸗ rigem Geſicht und dicken Fuͤßen war das erſte, was ich erblickte und als ich vor dieſer Figur vorbei die Ausſicht auf die noch im Wagen ſitzende Tante gewann, entdeckten meine Au⸗ gen ein duͤrres, knochiges Gerippe mit einge⸗ ſunknen, farbloſen Backen, ſtechenden Augen, einem zahnloſen Munde und magern Haͤnden,