Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchn (1847)
Entstehung
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ſtͤcken hindurch, wie die Alte vor ihrem Feuer ſaß und ein kleines meſſingbeſchlagenes Käſtchen, das ich früher nie geſehen, auf ihrem Schooße liegen hatte. Dieſes Käſtchen war geöffnet und ſchien blos einige Kleinigkeiten nebſt etli⸗ chen Briefen und Papieren zu enthalten. Unter den letz⸗ teren ſah ich die Alte einige hervor ziehen, welche ſie mit einem tiefen Seufzer aufwickelte und betrachtete. Es war ein mit drei deutlichen Namen unterzeichnetes und mit drei Siegeln verſehenes Schreiben. Als die Alte das Papier lange betrachtet hatte, ohne es jedoch eigentlich zu leſen, wickelte ſie es mit einem neuen Seufzer wieder zuſammen und machte ſich bereit, es in das Käſtchen zurückzulegen. Da ergriff mich der Dämon der Neugierde, welcher in mir immer erwacht beim Anblick einer Urkunde, einer wohlverwahrten Schrift, die anzudeuten ſcheint, daß ſie zu einem wichtigeren Zwecke verfaßt worden ſei, als den, blos in den Kaſten gelegt zu werden; und ſehe ich etwas Derartiges in Händen, von denen ich ahne, daß ſie die wahre Bedeutung eines ſolchen Papiers nicht verſtehen, und nicht wiſſen, welchen Schaden es ihnen bringt, wenn ſie den Inhalt nicht ſachkundigen Leuten mittheilen, ſo er⸗ faßt mich ein unwiderſtehliches Verlangen, dem ganzen Verhältniß auf den Grund zu kommen, und wo immer möglich Licht in der Sache zu ſchaffen. Dieſer, ich möchte faſt ſagen, angeborene Drang hat mir ſchon manche nütz⸗ liche und wohlthuende Aufklärungen verſchafft, welche mehr als alles andere zu beweiſen ſcheinen, daß ich von der Natur zu dem Berufe beſtimmt bin, den ich mir auser⸗ wählt habe; denn jeder Menſch erfüllt ſeine Hauptaufgabe nur ſchlecht, wenn er nicht vollkommen von derſelben durch⸗ drungen iſt und gleichſam in allen Dingen nach Gelegen⸗ heiten und Möglichkeiten ſucht, in der betretenen Bahn Fortſchritte zu machen, wenn er nicht unabläſſig dem gro⸗ ßen Ziele entgegenſtrebt, das jeder deutlich und klar vor Augen ſieht, ſobald er es ſich einmal ſelbſt geſetzt hat; mit Einem Wort, wenn er nicht auch das geringſte Scherf⸗ lein ſammelt zur Vermehrung des großen, einzig wahren