Teil eines Werkes 
4. Bd. (1825)
Entstehung
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Sechzehnter Geſang. 21

XVI. G. V. 246— 259.

Ganz nicht hin, noch zuckt ſein Gebein. Nun ſtreckt er dem Grabe

Voͤllig ſich aus, und entſchlaͤft. Er hatt', in der Wuth der Verzweiflung,

Gegen ſein Herz gerichtet den wankenden Dolch, zu der Erd' ihn

Niedergeſchmettert, ihn wieder gefaßt, mit furchtba⸗ rer Lache

Blinken geſehn den Verderber; hatt' Ahndung ge⸗

habt von Blute,

Schwarzem eigenen Blute, mit Kaͤlte den Dolch auf den Herzſchlag

Angeſetzet, ihn langſam zuruͤckgezogen, mit ho⸗

hem

Arme gezielt, und geſtoßen, daß dumpf die eherne Bruſt ihm

War erſchollen, unter des fallenden Laſt erſchol⸗ len

War die Erde! Sein Geiſt ſtand jetzt vor dem Richter, beſann ſich

Kaum noch, was jene Wolken, von vollem Monde gehellet,

Waͤren, was waͤre jenes Geſtirn, ſo die Wolken ihm hellte.

Ach, und dieſe Goͤtter! Das weckt' ihn. Die himmliſchen alle

Schauerten, zweifelten. Aber der Richter laͤchelt⸗ ihm Gnade!