Sechzehnter Geſang. 19
XVI. G. V. 218— 231. Schonten mein nicht, und redeten laut von dem Tod', und vom Leben; Etliche ſchwiegen, und redeten ſo noch lauter vom Tode! Doch ich verbot den Schauer mir, ſtraͤubte mich 1 gegen ſie, litt's nicht, Lebte, vollendete! Preis auch heute dem Herrn, dem Erhalter, Inniger, heißer Dank! Sie ſtärket uns, zoͤgert des Todes Gang, die maͤchtige Freude. Zuletzt vermag ſie's nicht laͤnger, Und wir wallen zur Heimath. O tiefer Genuß, wenn auch ich nun, Einer der kaͤlteſten Forſcher des menſchlichen Den⸗ kens und Schickſals, Druͤben ſteh', und ſchaue: Wie ſie heruͤber, mit jedem Winke der Zeit, in Schaaren zu uns, der Geſtor⸗ benen Seelen Kommen, Zweifler, und Leugner, und Chriſten! der Freund, dem vor Kurzem Um den Freund die heilige Thraͤne noch rann, die Geliebte, Lange ſchon Wittwe, vor Wehmuth lang verſtummt, in der nahen Fliegenden Wolke der kommenden Todten! und al⸗ ler Schickſal
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