Der Meſſias.
X. G. V. 1011— 1023.
Alſo betet' er: Sohn! Weltrichter! mich end⸗
lichen ſendet
Er, den nur dein Opfer verfoͤhnt! O ſtaͤrk', Un⸗ erſchaffner!
Starke den muͤden, daß ich den Befehl zu vollbrin⸗ gen vermoͤge!
Ach die Laſten des großen Befehls, wie geſunkene Welten,
Liegen ſie, ſeit du am Kreuz das unerforſchte Ge⸗
richt traͤgſt, Herr, auf mir, dem endlichen! Gott, Welktrichter,
wer bin ich,
Ach wer bin ich, daß Gott, den fuͤrchterlichſten der Tode
Anzukuͤnden, mich ſendet? Ein Geiſt, ſeit geſtern erſchaffen,
Und in einen Leib, der Endlichkeit erſten Erinn⸗ rer,
Eingeſchloſſen, den du, aus einer nachtenden Wolke,
Und aus ſtroͤmenden Flammen erſchufſt! Allmaͤch⸗ tiger Mittler!
Graun umgiebt mich, und Trauren, und Angſt die
„ich niemals noch fuͤhlte!
Aber ich muß den Befehl vollbringen! Jehovah
gebot ihn!
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