278 Der Neſſias.
X. G. V. 818— 831. Du Erbarmer, wie köonnt' ich, der Gottes Antlitz geſchaut hat!
Und fuͤr welchen du jetzt zu dem Allerheiligſten ein⸗
gehſt! Dennoch laß es noch Einmal vor dir, mein Gott, mich bekennen, Wer ich war! Ach bis zu dem Tode biſt du ernie⸗ drigt, Bis zu dem Tod' am Kreuz, du der Welten Rich⸗ ter, erniedrigt! Heut darf Adam ſich des verziehenen Falles erin⸗ nern.
Voll von heiliger Wehmuth und Seligkeit hielt
er hier inne.
Eva hatte mit ihm gebetet, nicht ihre Stimme,
Aber ihr Herz, und Antlitz. Sie hoͤrte jetzt auf zu verſtummen.
Ja! du Hingegebner„an dieſem Tage des Blutes,
Ach am Tage, da ſie dich begraben werden, Er⸗ dulder!
Darf auch Eva ſich des verziehnen Verbrechens er⸗ innern,
Und mit frommem Trauren, und weinendem Dank es bekennen!
Alſo betete ſie, und Adam begann von neuem:


