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Erſter Geſang. 15
I. G. V. 182— 197. Die er mit innigem heißem Verlangen verlangte. Dort leuchte Als der Geſendete Jeſus, des Mittlers, im Glanze der Engel! Schweigend, mit goͤttlich heitrer Geberd', er⸗ hub ſich der Seraph. Jeſus ſchaut' ihm vom Oelberg nach. Der Göott⸗ liche ſah ſchon, Was der Seraph that, an dem Throne der Herr⸗ 3 lichkeit Gottes, Eh der eilende noch des Himmels Sonnen erreichte. Jetzo erhuben ſich neue, geheimnißvolle Geſpraͤche Zwiſchen ihm und dem Ewigen, ſchickſalenthuͤllenden Inhalts,. Heilig, und furchtbar, und hehr, voll nie gehoffter Entſcheidung, Selbſt Unſterblichen dunkel, Geſpraͤche von Dingen die kuͤnftig Gottes Erloͤſung, vor allen Erſchaffnen verherrlichen werden. Unterdeß eilte der Seraph zum aͤuſſerſten Schim⸗ mer des Himmels Wie ein Morgen empor. Hier fuͤllen nur Sonnen den Umkreis; Und, gleich einer Huͤlle gewebt aus Strahlen des Urlichts, Zieht ſich ihr Glanz um den Himmel herum. Kein dämmernder Erdkreis Naht ſich des Himmels verderbendem Blick. Ent⸗ fliehend und ferne


