14 Der Meſſias.
I. G. V. 166— 181.
Sich die Ewigkeit denkt, wenn ſie dem Leib' in Gedanken
Schnelles Fluges entfleugt, ſeit dieſen Jahrhunder⸗ ten hatt' er
So erhabne Gedanken noch nie empfunden. Die Gottheit,
Ihre Verſoͤhnten, die ewige Liebe des goͤttlichen Mittlers,
Alles eroͤffnet ſich ihm. Gott bildete dieſe Gedanken
In des Unſterblichen Geiſte. Der Ewige dachte ſich jetzo,
Als den Erbarmer erſchaffner Weſen. Der Seraph erhub ſich,.
Stand, und erſtaunt', und betet', und unausſprech⸗ liche Freuden„
Zitterten durch ſein Herz, und Licht und blendendes
Glaͤnzen Ging von ihm aus. Die Erde zerfloß in himmli⸗ 3 ſche Schimmer Unter ihm hin, ſo dacht' er. Ihn ſah der goͤttliche Mittler, Daß er den Gipfel des ganzen Gebirgs mit Klar⸗ heit erfuͤllte. Gabriel, rief er, huͤlle dich ein, du dienſt mir auf Erden! Mache dich auf, dieß Gebet vor meinen Vater zu bringen, Daß die edelſten unter den Menſchen, die ſeligen Vaͤter, Daß der verſammelte Himmel der Zeiten Fuͤlle vernehme,


