Teil eines Werkes 
1. Bd. (1825)
Entstehung
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10 Der Neſſias.

I. G. V. 102 117. Ewiger Vater, das weißt du, das wiſſen die Him⸗ mel, wie innig Mich ſeit dieſem Entſchluß nach meiner Erniedrung verlangte! Erde, wie oft warſt du, in deiner niedrigen Ferne, Mein erwaͤhltes, geliebteres Augenmerk! Und o Kanan, Heiliges Land, wie oft hing unverwendet mein Auge An dem Huͤgel, den ich von des Bundes Blute ſchon voll ſah! Und wie bebt mir mein Herz von ſuͤſſen, wallenden 1 Freuden, Daß ich ſo lange ſchon Menſch bin, daß ſchon ſo viele Gerechte Sich mir ſammeln, und nun bald alle Geſchlechte der Menſchen Mir ſich heiligen werden! Hier lieg' ich, goͤttlicher Vater, Noch nach deinem Bilde geſchmuͤckt mit den Zuͤgen der Menſchheit, Betend vor dir: bald aber, ach bald wird dein toͤd⸗ tend Gericht mich Blutig entſtellen, und unter den Staub der Todten begraben. Schon, o Richter der Welt, ſchon hoͤr' ich fern dich, und einſam Kommen, und unerbittlich in deinen Himmeln da⸗ hergehn. Schon durchdringt mich ein Schauer dem ganzen Geiſtergeſchlechte