Am obern Schluſſe des ſchönen Ahrthales, wo das Flüßchen dem Fuße eines ſtark anſteigenden Berges ent⸗ ſpringt, liegt in die grüne Schlucht zurückgezogen das Städtchen Blankenheim, ein Schutz und Schirm der jetzt zertrümmerten Grafenburg, der es ſeinen Urſprung dankt. Mancher Wanderer wird ſich mit Vergnügen des lieben Oertchens erinnern, wo er nach den rauhen Pfaden der obern Ahr oder nach beſchwerlicher Eiffel⸗ fahrt zum erſtenmal wieder ſtädtiſches Behagen in rei⸗ zender ländlicher Umgebung fand. Zumeiſt, wer etwa im erſten Frühling das Thal beſuchte, gedenkt ſicher mit Entzücken des weiten weißen Blüthenſchleiers, mit dem die ganze Schlucht wie überſponnen liegt, ein blühend Idyll mitten unter den wilden Eiffelhöhen, deren theils kahle, theils bewaldete Rücken die Stadt rings umziehen. Im Schirm dieſer Höhen ruht ſie und genießt in Folge dieſer Lage eines rheiniſchen Sommers, während eine Viertelſtunde Weges die Berge hinauf genügt, uns in eine rauhe, nur der Fichte noch günſtige Luft zu verſetzen.
Freilich ſieht's dann im Winter ganz anders aus.


