Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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der Küſte nähere, und welche, wie er befürchte, von ſeinen gefürchteten Landsleuten ſeye.

Dieß wird ein Schlachttag werden, meine Freunde, rief Selem, als er mit Thaddeus ſchnell nach Hauſe eilte.Wir wollen eher ſterben, als unſere Feinde den Fuß auf unſeren Strand ſetzen zu laſſen, von wo ſie ſchwer zu vertreiben wären, wenn ſie einmal Fuß gefaßt hätten.

Sie wagten nicht ſich ſo lange aufzuhalten, um noch in das Frauengemach zu gehen, ſondern ergriffen ihre Waffen, ſammelten ſo viele Leute als ſie im Augen⸗ blick zuſammenbringen konnten, und eilten an das Ufer, ohne an die überwiegende Macht des Feindes zu denken, und entſchloſſen, ſich bis zum letzten Athemzuge zu ver⸗ theidigen. Als ſie aus dem Thale an die Sandküſte kamen, bot ſich ihnen ein Anblick, der im Stande war, den Beherzteſten unter dieſen tapferen Hochländern erblei⸗ chen zu machen. So weit das Auge reichen konnte, war die glänzende See mit den hohen, weißen Segeln ruſſiſcher Kriegs⸗ und Transportſchiffe bedeckt, welche ſich langſam und ſtolz gegen die Küſte bewegten.

Die Tſcherkeſſen blickten ängſtlich auf dieſe feind⸗ liche Flotte, da ſie wohl fühlten, wie wenig Ausſicht ſie hatten, ſich mit der geringen Macht, die ſie geſam⸗ melt hatten, dem Landen ihrer Feinde mit Erfolg wider⸗ ſetzen zu können. Selem trat jedoch mit dem Schwerte in der Hand vor die kleine Bande und ermuthigte ſie durch ſeine Worte, dem Feinde kühn zu widerſtehen.

Meine Landsleute, meine braven Freunde, rief er,wenn wir unſeren Feinden erlauben zu landen, ſo iſt unſer Untergang und der aller unſerer Theuern gewiß. So wollen wir denn unſer Leben hingeben, um ihre Fortſchritte zu hemmen, bis unſere Landsleute ſich ver⸗ ſammeln fönnen, um unſere Stelle zu erſetzen; und wir wollen uns freuen, daß wir unſer Blut der Sache der Freiheit Tſcherkeſſiens zum Opfer bringen können.

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