Teil eines Werkes 
7.-9. Bdchen (1846)
Entstehung
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172 ſich von unſeren verhaßten Feinden frei maͤchen kann; denkt jedoch nicht, daß unſere Krieger vergebens ſterben. Ich ſehe ſchon dunkel, inſtinktartig die Zeit vorher, wo unſere Feinde aus den Gränzen unſeres Landes in die wüſten, froſtigen Gegenden zurückgetrieben ſeyn werden, von welchen fle kamen; und unſer Land, befreit von Be⸗ drückung, wird ſich dann über ſeinen frühern Zuſtand erheben und einen Platz unter den Nationen der Erde einnehmen.

Als die Rede beendigt war, knieten Alle wieder zum Gebet nieder, während der heldenmüthige Alp mit Erde bedeckt wurde, die ihn für immer den Blicken der ihn Liebenden entzog. Auf das Grab wurde ein großer Stein gelegt, und über dieſes wurde ein leichtes Ge⸗ bäude von Holz aufgeführt, das hinreichend groß war um die faſſen zu können, welche am Jahrestage ſeines Todes hier beten und ſich die tapferen Thaten des jungen Krie⸗ gers in's Gedächtniß zurückrufen wollten.

Die beraubte Zara wurde nach Haus geführt, und viele, unendlich lange Tage ſaß ſie regungslos da und bekümmerte ſich um nichts, was außer ihr vorgieng. Sie war ganz betäubt durch ihren Schmerz und brütete beſtändig uͤber ihren Verluſt.

Der Hadji ſchien ſich von dem Schlage, der ihn betroffen hatte, bälder als ſeine übrige Familie erholt zu haben; manche bemerkten jedoch, daß der elaſtiſche Geiſt des alten Mannes für immer entflohen war. Es war eine Veränderung mit ihm vorgegangen. Alle ſeine Gedanken, ſeine ganze Aufmerkſamkeit waren jetzt nur noch darauf gerichtet, Pläne zu machen, wie die Ruſſen geſchlagen und das Land im kommenden Frühjahre gegen die Angriffe derſelben vertheidigt werden könne.

So verſchieden iſt der Schmerz eines Mannes über den Verluſt eines theuern Gegenſtandes von dem einer Frau! Er hat noch Hülſsmittel, auf welche er ſeinen Verſtand und ſeine ganze Energie wenden kann. Die wilde Aufregung des Kriegs, die Hitze der Jagd, das