Teil eines Werkes 
1.-3. Bdchen (1846)
Entstehung
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4 18 ſowohl die Fremdlinge als ihre Führerin, von welcher er eine Erklärung zu verlangen ſchien, als ſie ſich ihm mit zärtlicher Miene näherte. Er breitete ſeine Arme aus und umarmte ſie herzlich; nachdem ſie ſchnell und mit gedämpfter Stimme einige Worte gewechſelt hatten, gieng er raſch auf die Fremden zu, ergriff ihre Hände und drückte ſie an ſein Herz. Die Retter meiner Tochter, ſagte er, indem er ſich in ruſſiſcher Sprache an ſie wandte,ſind dreimal willkommen in meinem geringen Zelte, und es wird ſo⸗ wohl mein Beſtreben, als das des ganzen Stammes, deſſen Oberhaupt ich bin, ſeyn, Ihnen zu zeigen, wie ſehr wir für die Wohlthat, welche Sie uns erwieſen haben, dankbar ſind. Glauben Sie nicht, edle Herren, obgleich uns die Welt manche Laſter aufbürdet, daß man uns gerechter Weiſe die Undankbarkeit vorwerfen könne. Aber, während ich Sie mit meinen Worten hinhalte, wird der Sturm losbrechen; mein Zelt wird ſie wenig⸗ ſtens vor der Wuth deſſelben ſchützen, wenn es auch von allem dem Luxus entblößt iſt, an welchen Sie gewöhnt ſeyn werden.. Große Regentropfen fiengen ſchon an zu fallen; der Wind pfiff kläglich durch die Aeſte der Bäume, welche dadurch ſtark hin und her bewegt wurden, während häufige ſtarke Blitze vom Himmel herab ſchoßen und um ihre Köpfe zuckten. 4 Wenn es Ihnen gefällig iſt, meine Herren, in

die einzige Wohnung, welche ich mein eigen nennen kann⸗ zu treten, ſagte der Zigeunerhäuptling, indem er auf ſein Zelt wies;eine in der That ſehr wandelbare; aber wo auch immer mein Zelt anfgeſchlagen iſt, meine Freunde werden dort immer willkommen ſeyn.

Indem er dieß ſagte, kam er an dem Eingang des Hauptzeltes an, während ſeine Tochter, nachdem ſie ihre Gäſte ehrfurchtsvoll gegrüßt hatte, in ein benachbartes Zelt ſchlüpfte.