Teil eines Werkes 
4. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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1 de doch die Fürſtinn Lrerda es verhindert haben, da ſie den angebetheten Liebling, wenn er nur irgend einen Wunſch äußerte, insgeheim mit den bedeutend⸗ ſten Summen unterſtützte.

Zeitig genug hatten dieſe Lage der Dinge, Spie⸗ ler, Schwarzkünſtler und andere desſelben Gelich⸗ ters ausgeforſcht. Unter dieſen befand ſich auch Del⸗ la Spina und Ramiro, die aber, als Meiſter ihres Gewerbs, ſich nicht mit dem Wenigen zu begnügen gedachten, was ſie dem Prinzen, ohne in die Hand der Gerechtigkeit zu fallen, im falſchen Spiele ab⸗ gewinnen konnten. Sie begegneten ſich anfänglich in Verſuchen, den Prinzen auf eine oder die ande⸗ re Art auszuplündern; doch ſehr bald ſahen ſie ein, daß dieſe Nebenbuhlerey beyden nachtheilig werde, und fanden daher für gut, ſich zu vereinigen.

Es war, da ſie mit dem Prinzen in Bekannt⸗ ſchaft traten, auf einen Plan abgeſehen, wie man ihn kängere Zeit hindurch in ſeiner Gewalt haben, oder, was dasſelbe galt, ihm von Zeit zu Zeit die anſehnlichſten Summen abnöthigen könne. Die Gauner kannten aber ſeine frühern Ausſchweifungen zu gut, um nicht zu wiſſen, daß theils ſeine Sinn⸗ lichkeit ſchon zu abgeſtumpft, theils ſeine Erfahrung dooch ſchon zu groß ſey, um ihn durch irgend eine ſchlaue Schöne, beſäße ſie auch die ſeltenſten Reitze, zu ſehr reichlichen Aufopferungen zu vermögen. Sol⸗ chergeſtalt mußte von dem Gewöhnlichen abgegan