180 Geſundheik zu ſorgen, und verſprachen, ihm alle nur denkbare Genugthuung zu verſchaffen.
Nun begaben mir uns jeder in ſeine Wohnung. Ich fand einen Wundarzt mit Verbindung des Prin⸗ zen beſchäftigt.—„Wie ſoll ich Sie nennen, Prinz!“ — rief ich, da ich dieß gewahr ward, mit nicht mehr zurückgehaltenem Unwillen.
„Sorgen Sie für ſich ſelbſt, elender Heuch⸗ ler!“— erwiederte er nicht weniger heftig—„man wird Sie entlarven!“— Sein Blut ſchien zu kochen.
4„Kommen Sie zu ſich ſelbſt!“— verſetzte ich mit innerem Kampf, und begab mich, um mich nicht zu vergeſſen, auf mein Zimmer.
Da es vollends Morgen war, ſorgte ich auf das angelegentlichſte für ſeine Wiederherſtellung, ohne doch mehrere Tage lang auch nur ein Wort mit ihm zu wechſeln. Er war in drey Finger der rechten Hand ziemlich bedeutend, und ohne Zweifel von mir ſelbſt verwundet. Auch der Graf Ludwig hat⸗ te, wahrſcheinlich von ſeinem eigenen Bruder, eine derbe Schmarre davon getragen.
Ich begab mich am Vormittag der Aſchermitt⸗ woche zu dem Director der Polizey, entdeckte ihm, daß auch der Prinz gewiſſer Maßen in den Handel verwickelt ſey, und bath daher, unter Bezehung auf den**erniſchen Geſandten in Paris, um mög⸗ lichſt geheime Fortſetzung der Unterſuchung. Er ver⸗ ſprach dieß, und gab mir zugleich die angenehme
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