178 4 meine Hand fing ſchon an zu ermüden, als, wie ein Rettungsengel, der brave Graf Guſtav auf die Fech⸗ tenden eindrang.
Seine Stimme ſchien ihnen allen Muth zu be⸗ nehmen; ſie entflohen; auch der Wagen jagte im Galopp davon. Von dem Geſchrey und Degengeklirr herbeygelockt, drängten ſich mehrere Masken um uns her; man brachte Fackeln; die Polizeywache erſchien; wir wurden genöthigt, uns ſämmtlich in ein Zimmer des Ballhauſes zu verfügen. Auf mein Ver⸗ langen durchſuchte man ſofort kalle Gemächer nach der ,von mir beſchriebenen Gaunerbande. Nur die Mohrinn und einige andere verlorne Kinder ihrer Gattung wurden in einem Nebenſtübchen, ziemlich berauſcht, aufgegriffen. Auch fand man den, mit einer Spirituscapſel verſehenen Todtenkopf und einige, ohne Zweifel der edlen Venetianerinn auf ihrer Flucht entfallene Perlenſchnüre.
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Die Verwirrung war natürlich zu groß, um
im Augenblick nur einiger Maßen ins Klare zu kom⸗ men. Mich⸗beſchäftigte, ſobald ich zu einiger Beſin⸗
nung gelangte, nur die immer noch ohnmächtige
weiße Maske; ihre ganze Geſtalt glich Sibyllen.
Ich wagte es endlich, ihr die Larve abzubinden;
Gott! ich hatte mich nicht geirrt. Es war mir we⸗
nig erfreulich, ſie hier zu finden; doch ſiel es mir aunognich⸗ ihre Tugend nur im mindeſten in Ver⸗


