4 169 ſtärker, inniger, möchte ich ſagen...„wieder zurückgeben. Vielleicht trag' ich dann minderes Be⸗ denken...“
Ich kann nicht läugnen, dieß überaſchte mich. Es lag etwas in dem Antrage, das mir wohl that; es lag etwas in der Art, wie ſie ihn machte, in dem Blick, womit ſie ihn that, das mein Herz ſchnel⸗ ler hob.. „Ich ſollte vielleicht,“— ſagte ich ſanft— vaber ich kann Ihnen dieß nicht abſchlagen. Wie aber? fürchten Sie ſich nicht, daß ein Geheimniß, welches ich mit Ihnen Theile, mich auch öfter an Sie erinnern, und Wünſche in mir nähren könnte, die... 25
»Wagen wir es darauf, mein Freund!“— antwortete ſie mit faſt zärtlicher Schalkheit— vich habe Ihnen nun ein Mahl mein Verkrauen geſchenkt. Da, nehmen Sie denn! Ich überlaſſe Ihnen Alles. Selbſt... wieder nehmen will ich das Band, wenn
Sie es mir anrathen!“
Es war mir, als wenn Sie meinen Hände⸗ druck bey dieſen Worten erwiederte. Sie begleitete mich ſanftlächelnd bis an die Thür, und das erſte Glas, das ich mit dem freudigſten Gefühl an der Tafel leerte, war im Innerſten meines Herzens der wunderlieblichen Sibylle geweiht! 4
unterh. Bib. 2. Jahrg. 4. B.


