Teil eines Werkes 
3. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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dieſer Sage ſo viel Glauben bey, daß es einſt unvermuthet eine Unterſuchung ſeiner Papiere anordnete. Man fand einen zahlreichen Buͤcher⸗ ſchatz und Rechnungen uͤber die bedeutendſten, zu wohlthaͤtigen, weitumfaſſenden Zwecken ver⸗ wendeten Summen, doch nichts weniger als magiſche oder kabbaliſtiſche Schriften, und der vermeintliche Geiſterſeher ward daher auf das ehrenvollſte fuͤr voͤllig unſchuldig erklaͤrt.— Gegen einen Freund, den einzigen, den er zu Zeiten ſeines Vertrauens wuͤrdigte, ſagte er einſt, da ihn dieſer uͤber dieß Geruͤcht befragte, mit dem heiterſten Laͤcheln:„Durch Zauberkreiſe und Linien wirſt du nie Geiſter rufen; frey⸗ 3 ee, der dr Rryſt te nimmer; aber gluͤcklich iſt der zu nennen, der ſchon hiernieden mit der irdiſchen auch die himmliſche Schoͤnheit ſeine Brant neunen durftel“ Erſt in ſeinem achtzigſten Jahre rief der Tod ihn ab. Er lag heiter im Bette, einem Fenſter geßgen uͤber, durch welches ein milder Morgen⸗ wind ſtrich. Sein alter Diener, den er noch aus Corfu mitgebracht und ſtets um ſich gehabt hatte, erzaͤhlte, er habe in den erſten Fruͤhſtunden einen hellen Schimmer und einen Kranz von weißen Blumen uͤber dem Haupte des Don Henarez ſchweben ſehen; der Kranke habe ſich ſchnell in