wunderbare eigene Bemerkung erneuerten, haͤtten den Schlaf von ihm verſcheuchen, und ſeine
Seele in ein unruhiges, ſieberhaftes Gruͤbeln
verſetzen muͤſſen; aber gewiß war es auch kein
Wunder, wenn Medora's Buſenband den Lie⸗
benden auf das lebhafteſte an die Geliebte erin⸗ nerte, und ihm ihr Bild in gluͤhenden Farben
vor die Seele mahlte.
Wirklich glaubte er auch, als ihn zuletzt ein Morgentraum uͤberſchlichen hatte, ſie, uͤber ſeinem Lager ſchwebend, erblickt zu haben; wirklich dachte er beym Erwachen an nichts ſehn⸗ licher, als jede Verzoͤgerung ſeines Gluͤcks durch flehentliches Bitten aus dem Wege zu raͤumen. Und kaum fiel der erſte Sonnenſtrahl durch das Fenſter, das wie ein Niß des Felſens in der Grotte kuͤnſtlich angebracht war, als er ſich vom Lager erhob, und, um ſeine heiße Wange an der Morgenluft zu erfriſchen, ohne den geliebten Lehrer zu wecken, in das nahe Waͤldchen eilte.
Blitzend zuckten die Schimmer der Fruͤhlings⸗ ſonne durch die Spitzen der Kaſtanien und Pal⸗ men, und kaum war er einige Schritte gewan⸗ delt, als er, wie in den Wipfeln, eine feurige Melodie, und, von Medora geſungen, folgende Worte vernahm:


