Teil eines Werkes 
3. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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276 der einzige geblieben waͤre, um ſo froher zu uͤberraſchen hoffte.“

„Ich erhielt durch meinen Tuͤrkiſchen Freund, den Capitaͤn des Amurats, und durch Nie⸗ colo, einen meiner aͤlteſten und gepruͤfteſten Diener, zeitig genug Nachricht von deiner An⸗ kunft, und nur der Wunſch, dich einige Zeit unbemerkt zu beobachten und zu pruͤfen, nur gewiſſe Offenbarungen, welche meine ſchwaͤrme⸗ riſche Medora zu haben vorgibt, konnten mich beſtimmen, die Freuden der erſten Umarmung einige Zeit zu verſchieben.“

„Dieſe Offenbarungen“— fiel Henarez ha⸗ ſtig und mit geſpannter Aufmerkſamkeit, doch zugleich mit einiger Verwirrung ein—„und ſo manches mir nunerklaͤrliche—— Ihr ſpracht von zwey Toͤchtern, welche euch eure Helena seſchenkt habe“—

„Sieh', lieber Henarez!“— antwortete Ma⸗ riani—„ſchon hat ſich der Mond hinter jene weitſchattenden Gebirge gefluͤchtet, und Mitter⸗ nacht iſt voruͤber. Alles, was dir ſonſt noch ge⸗ heimnißvoll ſcheinen mag, mußt du von Me⸗ dora ſelbſt oder ihrer muͤtterlichen Freundinn zu erfahren ſuchen. Ich bin ſchon zu alt, zu er⸗ kaltet, zu weltklug,— nenne es, wie du ſelbſt fuͤr gut findeſt— um an gewiſſe Einfluͤſſe der Geiſterwelt bey wachenden Augen zu glauben,