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Jetzt, nur gezwungen, ſtand er mir Rede, und— breitete ſeine Arme gegen mich aus. Ich erkannte augenblicklich meinen fruͤheſten und lieb⸗ ſten, aber lang verſchollenen Jugendgeſpielen.
„Du, Ludwig?“— rief ich ihm freudig zu— „und du mit Ludwig Thymian ein und derſelbe 28
Wir umarmten uns auf das innigſte, und er geſtand mir mit gutmuͤthiger Verlegenheit, daß er von meiner Ankunft gehoͤrt, auch mich jetzt erkannt habe; doch ſey ihm, er wiſſe ſelbſt nicht, vie? der Gedanke eingekommen, das Incognito
noch fortzuſetzen, um mich morgen an der Quelle deſto unerwarteter zu uͤberraſchen! Seine Schick⸗ * ſale ſeit unſerer Trennung verſprach er mir bey
gelegener Beit zu erzahlen, und feyre pinzu, Conſtanze, die herumſchwaͤrmende Kleine, ſey ſeine Schulerinn, deren Aeltern, eine adelige Fa⸗ milie aus Mecklenburg 3 er hier ſpäter 5der frů⸗ her erwarte. 4 . Nun beruͤhrte ich ſein literariſches Unterneh⸗ men und den Beyfall, den ich ihm im Ramen mehrerer Badegaͤſte zuſichern ſolle. Hoͤchlich uͤber dieſe Nachricht erfreut, dankte er mir aufs waͤrm⸗ 1 ſte, verſicherte aber zugleich, als ich ihn mit Fanchon neckte, ziemlich kaltbluͤtig, daß ihn keis naesweges eine Art leidenſchaftlicher Empfindung fuͤr die Dichterinn, ſondern nur der Wunſch,


