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das ſelbſt dem ſchoͤnſten Fruchtkorb glich, ſich gleich die Liebesgoͤtter wiegten,
und bandbeſetzte Roͤckchen ſich
um fein gedrehte Fuͤßchen ſchmiegten,
kein beſonderes Gewicht ſetzen. Allein dagegen ſey mir auch geſtattet, eine Raphaeliſche Him⸗ melsgeſtalt, deutlicher zu reden, eine ſchlanke Blondine von bezaubernder Huld geltend zu ma⸗ chen. Dieſe ſchien die Seele des Ganzen, und wuͤrde in ihrer Schweizeriſchen, nur noch mehr als bey jenen credenzenden Hebe's, veredelten Schaͤfertracht, ſelbſt den erbittertſten Weiberfeind an ihren Triumphwagen gekettet haben.
„Micht mahr 29— feßgte mrin Freund, als ſie zum erſten Mahl die großen, ſchmachtenden Augen gegen uns aufſchlug—„vor dieſer Mund⸗ ſchenkinn muß ſich Liotard's Chocoladenmaͤd⸗ chen noch ein wenig verſtecken?“
„Der Tag ſey ſchoͤn, die Nacht erhaben!— fluͤſterte ich ihm improviſirend in's Ohr—
„hat einſt ein Mann von hohen Gaben, vom heil'gen Dreyfuß uns gelehrt. Ach! haͤtt' er dieſen Blick geſehen,
er wuͤrde ſeufzend eingeſtehen:
Hier iſt der Fall wohl umgekehrt!*
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