Edward verſchlang dieſe Bothſchaft mit be⸗ gierigem Ohr; eine wunderbare, traurigſuͤße Ahndung bemäͤchtigte ſich ſeines Herzens. Die beyden Freunde berathſchlagten gemeinſchaftlich, was weiter zu thun ſey. Alwills Wunderglaube ging ſo weit, daß er fuͤr rathſam hielt, Mally die Roſe zu geben, feſt uͤberzeugt, das Zeichen des Gluͤcks werde ihre Wiederherſtellung befoͤr⸗ dern. Gerade der entgegen geſetzten Meinung war Maclean. Er berief ſich auf Malvina's Bey⸗ ſpiel, um zu beweiſen, daß unter gewiſſen Um⸗ ſtaͤnden Glüͤck ſich ſehr leicht in Ungluͤck verwan⸗ deln koͤnne. Alwill ward hierdurch augenblicklich von ſeiner Meinung abgebracht, und man be⸗ ſchloß, ehe man einen Schritt weiter wage, erſt Mally's Wiederherſtellung abzuwarten.
Ihre Krankheit ſchien allerdings durch den erquickenden Schlummer gebrochen zu ſeyn, und wich nach einigen Wochen gänzlich; nur die Kraͤfte wollten ſich, aller ſtaͤrkenden Mittel un⸗ geachtet, nicht wieder einfinden; der beſorgte Lie⸗ bende fuͤrchtete ſchon eine Verzehrung.
Jetzt wurde abermahls Rath gepflogen, und die beyden Freunde fanden es zweckmäͤßig, auch den Arzt mit einiger Einſchraͤnkung zum Vertrau⸗ ten des Roſengeheimniſſes zu machen. Dieſer entſchied, daß die goldene Roſe nach dermahliger Lage der Dinge eher eine erheiternde, als nieder⸗


