Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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und die feyerliche Verlobung hing nur noch von ſeiner bald zu erwartenden Gegenwart ab.“

„Er langte endlich, obwohl ſpaͤter, als man erwartet, bey den Seinigen an; es ſchien dem Gluͤcke der Liebenden durchaus kein Hinderniß mehr im Wege zu ſtehen. Die Berlobung ſollte, weil die Mutter des Braͤutigams zu einer Reiſe zu bejahrt und kraͤnklich war, auf Allan's Schloſſe gefeyert werden. Wir reisten mit einem anſehn⸗ lichen Gefolge dahin ab. Maloina ſchien die be⸗ neidenswuͤrdigſte aller Braͤnte; niemand konnte ſie ſehen, ohne von ihrem Reize ſtill geruͤhrt zu werden.“—

„Allan's Schloß war ein altes, ehrwuͤrdiges, ſehr gut erhaltenes und mit weitlaͤufigen Gärten umgebenes Caſtell; der Braͤutigam hatte zum Empfang der geliebten Braut und ihrer Angehoͤ⸗ rigen alles auf das Köͤſtlichſte einrichten laſſen. Wir langten, begruͤßt von weit ſchallender Jagd⸗ muſik, erſt mit einbrechender Nacht dort an. Die kuͤnftige Schwiegermutter, von den Zuruͤſtungen und den Freuden der Erwartung erſchoͤpft, hatte ſich bereits niederlegen muͤſſen, und ließ uns auf den folgenden Vormittag zu ſich einladen.“

„Sie war eine edle, nur etwas feyerliche, auf das Herkommen ſtreng haltende Matrone; deßhalb hatte ſie auch die Veranſtaltung getroffen,

die Braut des einzigen Sohnes in demſelben alten