brannte, in dem Cabinette dieſes großen Fuͤrſten
ſich empor zu ſchwingen, oder unter ſeinen ſieg⸗
reichen Fahnen Ruhm zu erwerben?
Auch die beyden Grafen Dohna hatten oft auf ihren Reiſen mit hohem Patriotismus, doch nicht ganz ohne edle Mißgnnſt, die Thaten der Brandenburgiſchen Heere vernommen, und konn⸗ ten kaum den Zeitpunct erwarten, wo es ihnen
vergoͤnnt ſeyn wuͤrde, mit andern tapfern Söh⸗
nen des Vaterlandes zu wetteifern. Das auffor⸗
dernde Beyſpiel ihrer Vaͤter und Urvaͤter, ihr
jugendlicher Muth, ihre Geſchicklichkeit in rit⸗ terlichen Uebungen, die maͤnnliche Staͤrke ihres Koͤrpers, ließen ihnen zwiſchen der Feder und dem Degen keine Wahl, und der Gedanke, als Soldat dem Vaterlande zu dienen, war der ein⸗ zige, welcher ſie ſogar während des Umganges mit der geliebten Mutter und mit der ſanften Maria zuweilen in marternde Unruhe verſetzte.
So zaͤrtlich beſorgt das Mutterherz der Graͤfinn Sophie fuͤr die beyden Letzten ihres Hauſes war, ſo beaͤngſtigend ihr oft die Schatten ihrer gebliebenen Soͤhne erſcheinen mußten; ſo fuͤhlte doch auch ſie zu lebhaft den Ruf der Ehre, um nicht die Schwachheit ihres Herzens nieder zu kaͤmpfen, und den Entſchluß der heldenmuͤthigen Juͤnglinge zu billigen. Sie eutließ ſie mit einer Standhaftigkeit, die ſelbſt einer Nömerinn Ehre


