Teil eines Werkes 
2. Theil (1815) Ausgewählte Erzählungen
Entstehung
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halber aufhielten, zuruͤck zu berufen, als er ſelbſt, geziert mit den Wuͤrden eines Chur⸗Brandenbur⸗ giſchen General⸗Feldzeugmeiſters und Statthal⸗ ters zu Halberſtadt, in die Gruft ſank.*) Die Juͤnglinge beſchleunigten nun ihre Ab⸗ reiſe, und fanden die geliebte Mutter in tiefer Traurigkeit. Das noch friſche Andenken an den jetzt erlittenen Verluſt vereinigte ſich hey ihr mit der Erinnerung an ſo viele fruͤhere, und miſchte um ſo herberen Schmerz in die wehmuͤthigen Freuden des Wiederſehens. Ueberall duͤnkten Sophien und ihren Soͤhnen die Zimmer zu weit; denn der treue Gemahl, der theuere Vater man⸗ gelte ihrer Zaͤrtlichkeit; allenthalben trafen ihre Augen auf Gegenſtaͤnde, die das Bild des treff⸗ lichen Todten unwillkuͤhrlich in die Seele zuruͤck⸗ riefen! Nach und nach wich dieß ſchmerzliche Gefuͤhl,

und an ſeine Stelle trat anfaͤnglich Ergebung,

dann Beruhigung. Der Geiſt des edlen Bruͤder⸗ paares war zu kraͤftig und in der Schule der Weisheit zu gebildet, ihr Gemuͤth war zu feuerig und lebensfroh, ihr Herz fuͤhlte zu richtig, um ſee einem unthaͤtigen, weiblichen Kummer allzu

lange nachhaͤngen zu laſſen; um ſie nicht auf

9 um 14. December 1677. Seiner Mutter Schweſten war an den prinzen von Oranien vermäͤhlt,

der Wiſſenſchaften und ritterlichen Uebungen