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»„Eh bien! rief die Franzöſin,„glauben Sie etwa, daß mir das Schmerz verurſacht? Dieſe unwürdigen Feſſeln, welche mich zu Ihrer Sklavin machten, wur⸗ den mir ſchließlich faſt unerträglich. Nie kann ein Mann ſich rühmen, mich beherrſcht zu haben; meine Natur ſträubt ſich dagegen, und doch mußte ich es dulden!“
„Höherer Befehl— Staatsraiſon! Bedenken Sie—“
„Nun ja“, rief die Franzöſin,„von dieſer Seite habe ich es auch nur aufgefaßt. Es war eine geheime di⸗ plomatiſche Miſſion, mit welcher der Herr Reichskanzler mich beehrte, und ma foil ich denke, ich habe das Ver⸗ trauen, welches er in mich ſetzte, gerechtfertigt!“
„Vollkommen! Sie haben Ihre Rolle ausgezeichnet geſpielt, aber vergeſſen Sie nicht, daß ich dabei Ihr Lehrer war.“
„Schon gut, Monſieur! Sie ſind ein deutſcher Bär und ich fühle noch jetzt den Griff Ihrer Klauen.“
Herr Winburg ließ ſich durch dieſe eben nicht ſchmei⸗ chelhafte Bemerkung nicht im geringſten aus ſeiner Ruhe bringen.
„Ich begebe mich von hier nach Paris“, ſagte er, nund ich zweifle nicht daran, daß ich dort mit meiner Kunſt neue glänzende Erfolge erringen werde. In Paris wirft man mit dem Golde um ſich und ich


