Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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Eure Majeſtät vergeſſen, daß in dieſem Augenblick einer Ihrer treueſten Diener vor Ihnen ſteht, warf Ehrenheim ein, indem er ſich tief verbeugte.

Ihre Treue kenne ich, erwiderte Guſtav Adolf begütigend,und wenn ich von Verrath ſprach, ſo reicht derſelbe diesmal höher hinauf. Hat mein Schwager Alexander mir nicht noch vor kurzem die freundſchaft⸗ lichſten Verſicherungen gegeben? Und nun bei Gott, es iſt empörend, und ich vermag für eine ſolche Hand⸗ lungsweiſe keine Worte zu finden!

Das Schlimmſte iſt, bemerkte der Miniſter,daß wir gegenwärtig kaum ſechzehntauſend Mann in Fin⸗ land ſtehen haben.

Ich weiß es, antwortete der König, deſſen Stirn ſich immer finſterer zuſammenzog.

Was ſoll nun geſchehen? fragte Ehrenheim.Ich erwarte Eurer Majeſtät Befehle.

Es war ein Unglück für Guſtav IV., daß er im entſcheidenden Augenblick ſtets die verkehrteſten Maß⸗ regeln ergriff und daß ſein Eigenſinn und ſeine Nei⸗ gung, in abſoluter Weiſe die Staatsgeſchäfte ſelbſt zu ordnen, ihn gegen jeden guten Rath taub machten. Auch jetzt trat dieſer Fall ein, denn ſtatt beſonnen zu han⸗ deln und mit ſeinem Miniſter zu berathſchlagen, rief er:

Da der Krieg nun einmal begonnen hat, ſo werde