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„Sitzen Sie auch recht bequem?“ fragte der letztere nachdem er der Dame in den Wagen geholfen hatte.
„Ganz bequem“, tönte es mit wohllautender Stimme.
Jetzt wollte auch der Geſellſchafter der Dame ein⸗ ſteigen, wahrſcheinlich in der Abſicht, durch ſeine Per⸗ ſon eine Scheidewand zwiſchen dem Offizier und ſeiner Schutzbefohlenen zu bilden. Aber dieſer ſchob ihn ohne Umſtände ziemlich unſanft zurück.
„Sie werden jedenfalls dort in der Ecke weit be⸗ quemer ſitzen“, ſagte er ziemlich ſarkaſtiſch;„es iſt ein vortreffliches Plätzchen, um ein kleines Schläfchen zu halten, und daß bei Ihnen hierzu die Abſicht vorhan⸗ den iſt, daran zweifle ich gar nicht, würdiger Herr.“
Ohne auf eine Erwiderung zu warten, ſchob ſich der Lieutenant zwiſchen den Fremden und deſſen Be⸗ gleiterin, und da in demſelben Augenblick die Pferde anzogen und der ſchlechtgebaute Wagen holpernd fort⸗ rollte, blieb das dumpfe Brummen, welches der Mann mit dem ſalbungsvollen Antlitz ausſtieß, völlig unbeachtet.
Wir würden den Leſer ermüden, wollten wir ihm die monotone nächtliche Fahrt in einer ſchwediſchen Poſt⸗ kutſche näher beſchreiben, wir bemerken daher nur noch, daß es dem Baron bei aller Schlauheit, die er anwen⸗ dete, nicht gelang, ſeinen Reiſegefährten dahin zu brin⸗


