Erſtes Kapitel.
Wir müſſen den Leſer jetzt bitten, von dem freundlichen Herrenhofe Sarlaa, wo ſich die bisher geſchilderten Er⸗ eigniſſe unſerer Erzählung theilweiſe ereignet haben, Abſchied zu nehmen und ſich mit uns in ein etwa drei Poſtſtationen von Stockholm entferntes Dorf zu ver⸗ ſetzen, wo acht Tage ſpäter, zu einer Stunde, wo der gewöhnliche Tagesverkehr ſchon längſt aufgehört hatte, ein Reiſender in der niedrigen Stube eines unanſehn⸗ lich ausſehenden Wirthshauſes, welches zugleich als Poſtſtation diente, auf und ab ſchritt. Der Fremde mochte etwa vierundzwanzig Jahre alt ſein, und aus ſeiner Kleidung ſowohl wie aus ſeiner ſtolzen, heraus⸗ fordernden Haltung war man berechtigt, den Schluß zu ziehen, daß er den ariſtokratiſchen Kreiſen angehöre. Allein obgleich ſein Geſicht, das ein ſorgfältig cultivir⸗
v. Keſſel, Petersburg und Stockholm. II.


