Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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„Ha, Elender, Du wagſt es, Dich an einem kaiſer⸗ lichen Prinzen zu vergreifen?“ „Ich beabſichtige nur meine Ehre zu ſchützen, deren Befleckung ich von Niemand dulde.“ „Man wird Dich degradiren und dann zu Tode peitſchen laſſen.“ „Tyrann!“ rief Zubow und ſeine Augen hefteten ſich flammend auf den Großfürſten. Dieſer ſtampfte von neuem mit dem Fuße und ſeine Hand hob ſich abermals. Aber diesmal fiel ihm die junge Dame in den Arm, und ihre verführeriſchen Augen zu ihm erhebend, ſagte ſie mit flehender Stimme: „Ich beſchwöre Eure Hoheit, dieſer Scene ein Ende zu machen. Sie entſpricht durchaus nicht der Würde, die Sie ſich ſelbſt ſchuldig ſind“, fügte ſie flüſternd hinzu, indem ſie ſich zu dem Ohr des Großfürſten neigte.„Mit einem Wahnſinnigen muß man Nachſicht haben.“ 1„Mademoiſelle“, entgegnete Zubow, welcher dieſe

6 Worte gehört hatte,„wenn ich nicht zu ſehr von Ver⸗ 2 achtung gegen Sie erfüllt wäre, ſo hätte Ihr treuloſes, 2 unwürdiges Benehmen mir wirklich den Verſtand rau⸗ ben können. Aber Sie ſind es in Wahrheit nicht werth, daß einem ehrlichen Manne über Ihre Falſch⸗ heit das Herz bricht, und ich bin in der That zu der

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