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ter des edeln Grafen von der Wetterburg, die Euer Abt ihm bübiſch raubte!“ ſo tönte es wie Donnerton und Meeresbrauſen ihm entgegen.
„Ihr ſuchet Adelheid von der Wetter⸗ burg?“ fuhr der Mönch mit einem ſcheelen und ſchadenfrohen Blicke fort,„ſo rettet ſie geſchwind. Sprengt dieſe Thüre, ſonſt iſt ſie verloren; während ihr Feigen in blinder
Wuth hier raſet, verzweifelt ſie vielleicht in den Armen des Laſters.“
Dieſer Zuruf empörte die Tobenden zu
neuer Wuth, ihre Schwerter zerſplitterten die
Thüre, und unter ihren Schlägen dröhnte die Thüre ſchon in ihren Angeln. Sie krachte
und ſtürzte zerſprengt zuſammen. Mit wildem
Jauchzen drangen die Knechte, den Grafen in ihrer Mitte, herein in das Zimmer, an
deſſen Schwelle ſie das Stöhnen des ſterben⸗
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den Knechts, den Gregors Mordſtahl nie⸗ derſtieß, zurückſchreckte.
Mit Ruhe und Muth, als erfüllte Un⸗ ſchuld ſein ſchuldbelaſtetes Herz, ſtand der


