boten an. Bebend lauſchten des Grafen Knap⸗ pen, zum Kampfe bereit, auf den Befehl ihres Gebieters, und in dumpfer, bewußtloſer Be⸗ täubung lag Bertha dort auf ihrem Lager und nur ihr ängſtliches Stöhnen zeigte, daß noch Leben in ihr ſei.
Der neue wiederholte Zuruf des fremden Knappen:„Was zögert Ihr, Herr Graf? Eilt und verliert keinen Augenblick! bedenkt, daß über dem Haupte Euerer edeln Tochter das Verderben herabdroht.“
Schnell weckte dieſer Zuruf den Grafen
aus ſeinem Hinſtarren. Er taumelte auf;
Wuth und Rache flammten aus ſeinen wil⸗ den Blicken, und grimmig rief er ſeinen Ge⸗ treuen zu:„Fort! fort! zur Rettung und zur Rache!“
Mit wüthender Geberde eilte er voraus, und wie vom Sturm getrieben, ſtürmte die ganze Knappenſchaar ihm nach, daß der Bo⸗ den von ihren eilenden Schritten furchtbar wiederhallte, und ihr wildes Rachegeſchrei durch alle Hallen der Burg tönte.


