flog die Thüre auf, und faſt athemlos, mit Schweiß und Staub bedeckt, und von allen Knappen des Grafen Konrad neugierig um⸗ ringt, ſtürzte ein fremder Knappe mit Unge⸗ ſtüm herein.
„Der ſchwarze Ritter entbietet Euch durch mich ſeinen Gruß!“ keuchte er.„Er iſt auf dem Fluge zu Euch, und ein Sturz mit dem Roſſe legte ſeiner Eile Feſſeln an. Er ſendet
mich voraus, um ſchleunig Euch, Herr Graf,
Botſchaft zu überbringen. Zu Roſſe, edler Herr! auf! laßt alle Diener zur ſchnellen Rettung Euerer Tochter eilen. Sie iſt ver⸗ loren, wenn Ihr länger zögert. In dem Kloſter von St. Baſil ſchmachtet ſie nach Er⸗ löſung; auf! rüſtet Euch ohne längern Ver⸗ zug und rettet Euer Kind von dem nahen Verderben!“
Mehr vermochte der Knappe nicht hervor zu bringen, er ſank ermattet auf einen Seſſel nieder. Vor Erſtaunen, Schrecken und Ent⸗ ſetzen wie eingewurzelt, ſtand der Graf und ſtarrte mit fürchterlichem Blick den Unglücks⸗
Erſte Serie. IX. Band. 12


