Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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überließ ihm Gott und ſeinem Gewiſſen und ließ ihn frei. Ich aber eilte dann, durch den vielen Blutverluſt geſchwächt, der nächſten Hütte zu, wo man meine Wunden hülfreich verband, und meiner ſelbſt kaum bewußt, kam ich hierher auf Euere Burg zurückz denn noch niemals habe ich es empfunden, wie fürchterlich die Zweifel an Vorſehung und Gott und Redlichkeit im Herzen brennen. Wie kann ich noch glauben, hoffen, wenn Heilige ſelbſt zu Teufeln werden?

Mit ſtaunendem Entſetzen hörte der Graf dieſe Erzählung an, die er ſich ſelbſt nicht zu glauben wagte, dennoch faßte er ſich und wandte ſich mit der Frage an Veit:Warum vollzogſt Du nicht die Mordbefehle, die Dir der Abt, für Gottes Wort ertheilte? Warum verſchonteſt Du des Ritter Herrmanns Leben? Erkennſt Du nicht hierin die Leitung Gottes? Welch ein nichtiger Troſt! fiel Veit dem Grafen traurig ein.Ihr ſollt es wiſſen, daß ich im frommen Wahne, als wäre es heilige Pflicht und Gebot des Höchſten, den Mord