Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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tiefer Rührung, indem eine Thräne des innig⸗ ſten Mitleids über ſeine Wange rollte,„was es auch immer ſein mag, das Dich betraf, wie ſchrecklich muß es ſein, da es in wenigen Tagen die ganzelFülle deiner Reize zerſtörte.— Man ſagte mir,“ flüſterte er den Wärterinnen zu,„das die Kranke viel in ihren Fieber⸗ träumen ſpreche, Ihr müßt es oft gehört haben, entdeckt mir alles, was Ihr hörtet und was Ihr wißt, vielleicht dient es dazu, das Räthſel zu enthüllen.“ R99

Schnell nahm eine alte Wärterin voll innerer Bosheit und Heimtücke das Wort, und erwiderte:„Herr Graf, die ſchöne Bertha raſet in dieſen wachen Träumen, ſie war ja jederzeit eben ſo gut und tugendhaft, als ſie ſchön und liebenswürdig war, und unmöglich kann es daher Wahrheit ſein, wenn ſie von Verbrechen, von Schmach und Entehrung ſpricht.“

Mit Beſtürzung vernahm der Graf dieſe Worte, und fragte begierig:„Wißt ihr mehr?