Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

156

habe, ſo biete ich einem Jeden von euch, der dafür Vergütung heiſcht, als Erſatz des Auf⸗ wandes, wozu mein allzuraſches Wort ihn verleitete, funfzig Gülden an, mit der Bedin⸗ gung, daß ihm die Bahn zum Kampf ver⸗ ſchloſſen bleibe. Der Himmel heilige dieſe Liſt, und laſſe ſie gelingen! Denn ſollte auch die⸗ ſer Verſuch, meinen Fehler zu verbeſſern, fehlſchlagen, dann bin ich Armer verloren, und ſchmerzvoll werde ich nur allzubald in das Grab ſinken.“ 4

So ſprach der Greis zu ſich ſelbſt, und ſetzte, in dieſe düſteren Selbſtunterhaltungen verloren, die Reiſe nach ſeiner Burg langſam fort. Schon ſchwebte die Sonne am Abende hinter dem Felſen der Wetterburg nieder, als Graf Konrad ſie mit ſeinen Getreuen erreichte.

Geſchäftig eilte ihm mit lautem Gruß ſeine Dienerſchaar an dem Felſenthore ſeiner Burg entgegen, und geleitete ihn auf den Hof; doch jeder Blick und jede Miene in dem ſtummen Kreiſe, der den Grafeu umſchloß, deutete ihm ein Geheimniß an. Auch war der