Auf ſeinen Wink löſte ſein treuer Diener die Bande des unglücklichen Urachs, und mit
ſanftem Ton ſprach Conradin zu ihm, indem 3
er ihm traulich die Hand reichte:„Herr Ritter! ich habe keinen Theil an dieſer Uebelthat, die ein ewiges Brandmark für das Geſchlecht iſt, das meinen Namen führt, wenn meine Eltern ſie auch nur billigen konnten. Bei meinem Leben! und wüßte ich dafür alle Kronen der Erde zu erwerben, ſo möchte ich nicht den kleinſten Antheil an dieſer Schandthat haben, und Habe und Gut wollte ich mit Freuden aufopfern, wenn ich das Geſchehene unge⸗ ſchehen machen und dieſe Schuld zur Ehre unſers Stammes von unſerm Haupte hinweg⸗ wälzen könnte.“ 2
„Man hat Euch, edler Mann,“ fuhr er nach einer kleinen Pauſe fort,„auf eine Art gemißhandelt, daß ſelbſt die Hölle über dieſe beiſpielloſen Qualen, die man Euch bereitete, erſtaunen muß. Verlangt Entſchädigung, ich bin mit Frenden dazu bereit, Ench jeden Er⸗ ſatz zu bewilligen. Euer Muth, Enere Tapfer⸗
— 4 1
—,


