Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

184

Bosheit unſers Feindes Gregor reuevoll ent⸗ deckte. Benedikt hat mir Gregors ganze Bos⸗ heit entdeckt.

Doch gewiß das noch nicht, fiel der Greis in der ſchrecklichſten Bewegung dem Jünglinge in die Rede,daß dieſer verworfene Bube mein tugendhaftes Weib, Deine Mutter, ſchändete, daß er durch Gift in dem Gott ge⸗ weihten Weine des heiligen Kelches ſie dem Tode weihte, und, was der Hölle ſelbſt zum Muſter dienen könnte, daß er Deine Schweſter als zartes Kind zur Buhldirne erzog, daß er durch Laſter aller Art ihr reines Herz ver⸗ peſtete, und als ſie endlich reifer ward, der Wolluſt mit ihr pflegte? Das hat Dir der redliche Mann doch wohl noch nicht entdeckt? O mein Sohn! das iſt es, was ſchrecklicher als alles erlittene Ungemach mich empört; das iſt es, was meinen Eid vernichtet, und lauter als alle Stimmen des Erdkreiſes mich zur Rache auffordert. Wir ziehen gegen die Ungläubigen zu Felde, und ſollten ungerächt verworfene Sünder im Vaterlande wüthen