Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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und Thränen den Wechſel des Jahres; doch einſt, als ich voll tiefen Jammers den ſchei⸗ denden Tag in die Fluth ſich hinabtauchen ſah, und mein Herz heiß und innig den Tod 5 herbeiwünſchte, da raſſelten plötzlich die Riegel meines Kerkers, die Thüre öffnete ſich, und ein holdes Weib an der Seite eines Ritters trat zu mir herein. Er iſt es, rief das Weib ihrem Begleiter zu, und freundlich nahte ſich mir der edle Ritter, indem er mir die Hand reichte. Gott ſei gedankt! rief er mir zu,ſeit Jahren ſuchen wir Euch vergebens; Gott ſei gelobt, der uns, Euch endlich finden ließ. Wir kom⸗ men Euch zu retten, ſeid wieder frei, edler Freund. Sie lößten meine Feſſeln, und denke Dir,

mein Sohn, wenn Du es vermagſt, die un⸗ ausſprechlich hohe Wonne, die mich jetzt be⸗ ſeelte, und die kein ſterblicher Mund zu nennen vermag. Die Wonne dieſes Augenblicks warf mich zu Boden; ich weinte laut vor Entzük⸗ ken, und hielt Alles für einen ſchmeichelnden