Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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Man ſperrte mich in einen öden Thurm hoch auf Felſen, welche ſich von Strande hin⸗ über in die See thürmten, und an deren Fuße ich oft die grauſe Nachtmuſik der Wogen hörte, die ſich an den ſchroffen Steinen mit wildem Geheul brachen. Oft bemerkte ich alsdann, wenn der Morgen heraufdämmerte, und der Sturm der Elemente ſich wiederum gelegt hatte, die Leichname derer, welche durch Schiffbruch ihr Leben in den Fluthen endeten, und weit entfernt ſie zu beklagen, mußte ich in meinem Elende ſich um ihr Loos beneiden. Jene Glücklichen hatte der Tod von allen Leiden und Schmerzen wohlthätig befreit, in⸗ deß auf mir die ſchwere Hand eines unerbitt⸗ lichen Mißgeſchicks ohne Hoffnung der Be⸗ freiung lag. Die Sonne kam und ſank wie⸗ der in die Fluthen hinab, um ſich in meinen bangen Thränen zu ſpiegeln; das Jahr alterte und verjüngte ſich von Neuem, und ohne Hoffnung der Befreiung blieb der öde Thurm mein Grab.

Sieben Mal begrüßte ich mit Seufzern