Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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Geißelkerker der Abtei gefangen hielt, zum Meuchelmörder an Konrads Weib und Söh⸗ nen log, und daß es ihm durch ſeine argliſtige Bosheit gelang, das deutſche Reich und den heiligen Vater zu täuſchen, ſo daß man mich mit Acht und Bann und Fluch belaſtete. Er⸗ mattet lag ich einſt in meinem Kerker, und nach langer Zeit hatte ſich ein wohlthätiger Schlummer zum erſten Male wieder auf meine Augen herabgeſenkt, als mich plötzlich ein Geräuſch aus meinem Schlummer aufſchreckte. Laut dröhnten die Riegel und Schlöſſer vor meinem Kerker, dumpf knarrend öffneten ſich die verquollenen Thüren, und ein blutrother Fackelſchein, der mein an Dunkelheit gewöhn⸗ tes Auge blendete, goß ſich durch die Nacht meines Kerkers, indem der Abt von einigen ſeiner Helfershelfer umgeben herein trat. Noch mehr als vor dem blendenden Fackelglanze wandte ich mein Auge mit Abſcheu und Ent⸗ ſetzen ſeitwärts, als ich an der Spitze des Haufens den Voigt des bübiſchen Gregor, den nichtswürdigen Verräther Benno erblickte.