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dern von Euerm Ritter. Warum ſollt ich es Euch länger verbergen, was ich erlauſcht habe;
es iſt Pflicht der redlichen Freundin, der
Freundin die Schlange zu zeigen, die unter dem Dickicht verborgen lauſcht. Ihr kennt den Abt Gregor, den Euer Vater ſo blind und leichtgläubig als einen Heiligen verehrt, der iſt die Schlange, die ich meine, und die Euer Glück der Minne zu vergiften droht.“
„Der Abt Gregor? was könnte dieſem frommen Manne meine Liebe kümmern? was hat mein Herrmann ihm gethan, daß er ihn könnte zu verderben drohen?“
„Das weiß ich nicht, gute Adelheid; aber wahr iſt es, was ich Euch jetzt vertraue, dar⸗
auf könnt Ihr fußen. Gregor haßt und ver⸗
folgt Herrmann von Adlerhorſt, er hat ihm
uUntergang und Verderben geſchworen, und
ſchon oft ſein Kloſtervolk bewaffnet gegen ihn ausgeſandt, um den edeln Herrmann ſeiner Rachſucht, ſeinem Zorne zu überliefern. Euer Knappe Veit ſah noch in der vorletzten Nacht die bewaffnete Schaar in dieſen Thälern.“
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