Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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freundlichen Morgen begrüßte, der ſich ſanft und mild in die Thäler herabließ, und an der Seite ihrer Vertrauten, ihrer Zofe Ber⸗ tha, verließ die holde Jungfrau jetzt die vä⸗ terliche Burg, um in dem nahen Nonnenklo⸗ ſter durch Andacht und Gebet ihr ſchwer be⸗ laſtetes Herz zu erleichtern.

Die Thräne, die in Adelheids Ange glänzte, verrieth der treuen Bertha den Kum⸗ mer, der ihr armes Herz belaſtete.Ihr weint, traute Adelheid? unterbrach Bertha das Still⸗ ſchweigen,ſchon ſeit geraumer Zeit habe ich mit tiefem Schmerz es gewahrt, daß Euch ein ſtiller Gram an dem Herzen nagt. Darf Euere treue Bertha nicht wiſſen, was es ſei, das den ſüßen Frieden Euer er Seele trübt? O zögert nicht, Euch mir anzuvertrauen, Ihr kennt mein Herz, es iſt ohne Falſch, und liebt Euch mit unverſtellter Redlichkeit. Die Mittheilung un⸗ ſerer Leiden, an dem Herzen des Freundes, iſt ſüßer Balſam für die Wunden unſers Innern. Drum ſprecht, gute Adelheid, und nennt mir

die Urſache Eures Grames. 3*