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Kaum war der Name Konrad von der Wetter⸗
burg den Lippen des anklagenden Fremdlings ertönt, da trat ein junger Ritter mit zorni⸗ ger Geherde, furchtbar wie ein Engel des Gerichts, durch die dichtgedrängten Reihen der
Edeln hervor, und donnerte dem Kläger mit
beflügelter Stimme zu:„Verkappter Böſewicht, Du lügſt! Vor Gott und meinem Kaiſer und
Euch, Ihr Edeln des Reichs, ſag ich hier
laut: Graf Konrad brach noch nie ſein Wort, Verläumdung, freche Lüge iſt es, was dieſer Böſewicht den Edeln beſchuldigt, und was ich hier behaupte, bin ich bereit, mit dieſem mei⸗ nem Schwerte zu beweiſen. Hier liegt mein Handſchuh, nimm ihn auf, Nichtswürdiger, wenn das Wappen auf Deinem Schilde nicht eben ſo wie Deine frevelnde Zunge lügt!“ „Mit frechem Hohn nahm der Kläger den hingeworfenen Handſchuh Eures Freundes von dem Boden auf, und ſeine wiederholten
Schmähungen gegen Euch und den edelmüthi⸗
gen Vertheidiger Eurer Unſchuld empörten
alle Ritter. Ein düſteres Murmeln lief durch


