Er wollte ſich nach dieſen Worten entfernen, aber feſt hielt ihn Rhyswick in ſeinen Armen, und vereinigte ſeine Bitten mit denen ſeiner Tochter ſo lange, bis der Ritter ſich bewegen ließ, zu bleiben. Erilda fuͤhrte den Ritter zu der feſtlichen Tafel, wo Rhyswick und deſſen Tochter alles aufboten, um, ihren Gaſt aufzu⸗ heitern, aber weder ihre traulichen Geſpraͤche und die erheiternden Geiſter des Weines noch die Harmonien und Geſaͤnge der Harfner konn⸗ ten die duͤſtern Wolken der Schwermuth von
Wertwrold's Stirne verſcheuchen. Truͤbe
und in ſich gekehrt ſaß er an der Seite ſeines Wirths und der ſchoͤnen Erilda, bis endlich die Mitternachtsſtunde nahete und Rhyswick ſeinen Gaſt zu dem fuͤr ihn bereiteten Lager fuͤhrte.
Der Morgen tagte endlich ſchoͤn und glaͤn⸗
zend empor, der Thau funkelte im tauſendfarbi⸗ gen Glanze der aufgehenden Sonne auf den Grashalmen des Thales, mild war die Luft, die um die Gebirge wehete, und mit ſanftem Fluͤſtern wogte der Clwyd an dem Felſen der Burg dahin. Erilda, deren beunruhigende Gefuͤhle in der vorigen Nacht ihren Schlummer ver⸗ ſcheucht hatten, eilte zu dem Felſen, wo ſie den
Ritter Wertwrold zuerſt ſahe, um dort ihren
Gefuhlen ungeſtoͤrt ſich zu uͤberlaſſen.
3 Erilda hatte bis jetzt noch nicht gewußt, was Liebe ſey, doch jetzt ſagte ihr der maͤchtig


