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zog ſein Geſicht, allein plotzlich ſchienen ſich ſeine Zuͤge aufzuheitern, als er Erilden erkannte. „Ich verdanke Euch, Herr Ritter, die Rettung meines Lebens,— redete ihn Erilda an,— und ich ſegne den Sufali der Euch gerade jetzt hierher fuͤhrt. Ich egebe mich unter Euern Schutz wit der Bitte, daß Ihr mich aus dieſen Irrgewinden des Waldes, in weiche ich mich derirrt habe, auf die rechte Straſſe und nach Rhuddlan geleiten moͤget; der Dank meines armen Vaters, der uͤber meine Abweſenheit in Verzweiſlung ſeyn muß, wird Euch dafuͤr be⸗ lohnen. 1
„ Ich wuͤrde mit Freuden bereit ſeyn, mein Leben Euerm Dienſte zu widmen,“ erwiderte der Ritter, indem er ehrerbitig Erildens Hand an ſeine Lippen druͤckte, und an ihrer Seite daherritt, und in kurzer Zeit war die Gegend erreicht in welcher Erilden die Thuͤrme ihrer vaͤterlichen Burg, von dem ſanften Glanze des Mondes umfloſſen, entgegen ſchimmerten. Ehe Erilda noch die Burg erreichte, ſtieß ſie auf eine Schaar von Dienern, die ihr ausgeſchickt hatte ſeine verlorene Tochter aufzuſuchen, und unter dem lauten Jubel der Diener fuͤhrte der unbekannte Riter des blutrothen Federbuſches Erilden den Armen ihres Vaters zu. Erilda ſank an den Buſen ihres Vaters, und Freuden⸗ thraͤnen des Greiſes benetzten ihre Wange.
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