4— ſich vorbereiteten, zu ſegen oder fär die Erhal⸗ tung ihres Glaubens zu ſterben. Der blutige Kampf begann, von allen Seiten des Schlacht⸗ feldes ertoͤnte das kriegeriſche Getoͤſe der ver⸗ heerenden Wafſen, und mit wilder Verzweif⸗ lung ſtuͤrzte ich in das dichteſte Gefecht; meine Wuth that Wunder der Tapferkeit, doch kein wohlthaͤtiger Saͤbelhieb wollte mich von der Bürde des Lebens befreien. Umringt von den Gefahren des Krieges erblickte ich jetzt den Sul⸗ tan in der Ferne im Gefechte mit dem Anfuͤh⸗ rer einer chriſtlichen Schaar, und ſchnell wie ein Pfeil flog ich zu ſeiner Hulfe hinzu Schon ſchwebte der Saͤbel ſeines Feindes uͤber ſeinem Haupte um ihm den letzten vernichtenden Streich zu geben, als ich den Platz erreichte, den Saͤ⸗
belhieb mit meinem Saͤbel aufſieng und den
Gegner des Sultans zu Boden ſtreckte. Der Sultan druͤckte mich voll Dank an ſeine Bruſt
und eilte wieder in das Gefecht zuruͤck. Die
kriegeriſchen Trompeten ertoͤnten endlich zum Rückzuge, und beide Heere vegließen unbeſiect das Schlachtfel d.⸗
„Wenige Tage darauf ward ich in das zelt des Sultans gerufen, ich fand ihn umringt von ſeinen Vezieren und Naͤthen.„Ich habe Euch um mich verſammelt,— redete der Sultan ſeine Getreuen an,— uimn von Euch zu erfah⸗
ren, wie ich den am wuͤrdigſten belohnen kann,


