B4 weldete ſein Auge voll tiefer Ruͤhrung an dieſer Scene des Wiederſehens. Die Ergießungen der Freude machten endlich den Fragen und Erkun⸗ digungen Adelfreds nach ſeinen Lieben Platz. Das Auge des Alten gleitete mit einem Seuf⸗ zer ſeitwäͤrts, Adelfreds Auge folgte ſeinen Blicken, und gewahrte einen ſchlichtbehauenen Steln auf einem Raſenhuͤgel mit der Inſchrift: „Ein kleiner Zoll der Dankbarkeit; dem Anden⸗ ken der menſchenfreundlichen Helena errichtet!“
Ergriffen von Schrecken und Entſetzen ſtarr⸗ te Adelfred bald den Stein bald den Alten an,
deſſen thraͤnenvoller gen Himmel gerichteter Blick
ihm den ſchaudervollen Sinn dieſer Innſchrift vollkommen deutlich erklaͤrte. Mit einem unar⸗ tikulirten Ausrufe des heftigſten Schmerzes, ſtuͤrzte Adelfred ohnmaͤchtig auf den Raſen nieder. Ali Scheing eilte ſchnell herbei, faßte den un⸗ gluͤcklichen Juͤngling in ſeine Arme und trug ihn nach Ruthwolds Huͤtte am aͤuſſerſten Ende des Thales, wo er endlich unter den huͤlfreichen Häͤn⸗ den des Ali Scheing und Ruthwold's aus ſeiner
Bewußtloſigkeit zu neuen Schmerzen erwachte.
Sein Schmerz grenzte an Verzweiſlung, und
keine Bitten und Zuredungen ſeiner beiden um ihn beſorgten Freunde konnten den Sturm in
ſeinem Innern beſaͤnftigen.
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